02.01.2011

2011 werde ich Schriftsteller

Wieder mal. Sozusagen. Ist ja nicht so, dass ich inzwischen nicht zwei Bücher rausgebracht hätte, aber wie ich neulich erfahren habe ist das Belohnungszentrum im menschlichen Gehirn 'nicht sättigbar'. Es verlangt immer nach mehr und größeren Kicks. Und ich versuche daran zu arbeiten.

Fangen wir bei "Die Hürnin" an. Nennen wir das Buch einen Exorzismus auf alle schlechten Bücher, die "Die XYZ" im Titel haben. Nicht dass sie alle schlecht wären, das sicher nicht, aber sie sind mir verdächtig. Und nun schreib ich selber eines. Nennen wir das Buch außerdem einen Exorzismus auf Tolkien, Ende, Dann und alle anderen, die das Belohnungszentrum in meinem Jugendlichen Hirn mit ihren Geschichten gekitzelt haben. Was habe ich mich über die platten Nachahmer und eklektischen Stammeleien aufgeregt und nun schreib ich selber eines dieser Bücher, die die Welt nicht braucht. Aber ich kann nicht anders.

Denn die Hürnin werden gut.

Ich habe sie vor zwei Jahren als ich mit der Memphisto-Pentalogie angefangen habe auf Seite 30 oder so zurückgelassen. Von der Story war noch nicht viel vorhanden. Ein kleiner Junge, der als Findelkind aufwächst und einem Volk angehört, das sich mit Dämonen eingelassen hat. Wie eine junge Schlupfwespe bricht er sich blutig Bahn aus der schützenden Hülle, die das Dorf seiner Zieheltern für ihn geboten hat und ruft mit seiner Rage seinen eigenen Dämon herbei.
So weit so platt. Aber damit geht es erst los. Von seinem Instinkt geleitet kehrt er heim nach Hornhus, das seit Jahrhunderten in den Sümpfen im Norden verborgen liegt, aber dort erwartet ihn niemand. Keiner weiß wer seine Familie ist oder wo er so plötzlich herkommt. Wer ist dieser Junge, der aus dem Nichts auftaucht und schon nach kurzer Zeit nur knapp einem Anschlag auf sein Leben entgeht?

Liebe Freunde, ich weiß es, denn ich bin mittlerweile 300 Seiten weiter und nähere mich langsam dem Höhepunkt des Buches. Aber ich weiß noch nicht, welchen Weg dieses Buch nehmen wird. Noch steht alles Material, das ich daraus und darüber erstelle (zum Beispiel Die Hürnin als mp3-Hörbuch) unter einer CC-Lizenz, aber ich spüre, dass es eines dieser Bücher ist, das sich entziehen möchte. Eines dieser Bücher, die man liebt, weil man sie kennen lernen durfte, als sie noch nicht zur Ware verkommen waren.

Ich würde dieses Gefühl gerne mit euch teilen, diese Begeisterung, diese bedingungslose Hingabe an ein Buch. Ich habe ein paar CDs mit den bisher erschienenen Episoden der Hürnin hier. Ich schick sie Euch, wenn Ihr wollt. Es wäre ein Anfang.

Was ich so lese