10.08.2009

Mit dem Teufel im Kopf [Memphisto]

Irgendwann während meines Studiums hatte ich eine dumme Idee: Eine meiner halbfertigen Kurzgeschichten zu nehmen und einen Roman daraus zu machen.

Das ein oder andere Roman-Manuskript hatte ich ja bereits geschrieben, aber das waren mehr oder weniger samt und sonders Fantasy-Stücke mit allem was daran Spaß macht und allem, was daran Scheiße ist.

Und dann trat Felix Knecht in mein Leben.
Eine gescheiterte Existenz, dessen geistige Störung ihn zwingt, die Menschen in seiner Umgebung nachzuahmen. Ein wenig so wie "Zelig" von Woody Allen, aber von dem wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nichts.

Felix Knecht hätte ich vielleicht noch verkraftet. Er durchlief seine Entwicklung zum unfreiwilligen Helden und wieder zurück und lüftete nicht nur das Rätsel seiner Störung sondern auch den Deckel auf einer Verschwörung, die weit in seine eigene Familiengeschichte zurückreicht und dabei hätte es bleiben können.

Wie gesagt: Felix Knecht und seine Geschichte hätte ich vielleicht noch verkraftet, aber es blieb nicht dabeu und sobald die Tür des Erzählens einen Spalt weit geöffnet war, schlüpfte auch eine weitere, mysteriösere Gestalt in meine Gedanken und machte sich darin breit: Memphisto, der bocksgesichtige Strippenzieher mit der Pharaonenhaube.


Er wisperte eine Geschichte, die erzählt werden wollte und so wurde "Alice on Speed" der zweite Band der Memphisto-Pentalogie, denn der Teufel beginnt nie mit dem Anfang, er schleicht sich immer irgendwo in der Mitte ein.

Und jetzt ist meine Zukunft gezeichnet vom Schatten vier weiterer Bücher, die geschrieben werden müssen. "Times of Honor" erscheint im Februar 2010, weitere Bände 2011, bzw. 2012 und im Jahr 2013 ist die Fünfzahl dann komplett.

Bis dahin muss ich sehen, wie ich mit dem Teufel in meinem Kopf lebe.

In dem Sinne: Es wurde schon alles gesagt. Nur nicht von jedem. Und vor allem: Noch nicht zu allen.

Was ich so lese