21.04.2008

Am Anfang war das Wort

Hallo,
ich komme endlich mal dazu, mich persönlich zu melden, nachdem Charon schon vor einiger Zeit die Vorstellung meines zukünftigen Romans onlinestellte (http://schriftstellerwerden.blogspot.com/2008/03/artzbrk.html).
Er schlug vor, daß ich ein bißchen mehr von der Entstehung berichten könnte, zunächst von der Sprache. Ich will heute mal damit anfangen, wäre aber sehr froh, wenn Ihr mir Fragen hättet oder mir sagt, was ich lieber erzählen soll.

Mit der Konzeption der Sprache, dem Artzôrio, fing ich 1996 im Familienurlaub auf Lipari an. Ich überlegte mir gleich am Anfang eigene Buchstaben. Ich hatte damals den naiven Ehrgeiz, alle möglichen Laute in dieser Sprache zu vereinen. Ich kam im Endeffekt auf 39. Heute bin ich natürlich elf Semester Linguistikstudium schlauer und weiß, daß dieses Vorhaben eigentlich unmöglich ist. Zumindest wären es dann weit über 39 Laute...) Wie schon in der Romanvorstellung beschrieben, hatte ich meinen Roman, "Artzbrýk", damals noch als Science-Fiction geplant. Aber eigentlich hatte das keinen Einfluß auf die Entwicklung des Alphabets. Ich gab jedem Buchstaben einen Namen (wie im Griechischen oder Hebräischen). Das Alphabet heißt darum "Orotae", nach dem ersten und letzten Buchstaben. Die Reihenfolge im Alphabet war aber willkürlich. Die Form der Buchstaben waren größtenteils frei erfunden - aber im Nachhinein kam mir doch der Gedanke, daß die meisten Buchstaben irgendwie die Lautproduktion graphisch darstellen. So ist das dünne "i" - wen wunderts - nur ein senkrechter Strich, das zentrale "a" ein Kreis. Symbolische Bedeutung hat in meinem Universum eigentlich nur ein Buchstabe, das Mpau, das als Zeichen für Gott, die Ewige Liebe (Z'Petrá) und die ganze Religion steht.
So, für heute soll die Einführung reichen. Wie gesagt wäre ich froh über Kommentare, in welche Richtung ich weitererzählen sollte. Von mir aus würde ich das nächste Mal erzählen, wie meine Sprache aufgebaut ist (oder sein soll).

Was ich so lese