11.01.2008

Die goldene Barke

Ein Romanchen von Michael Moorcock

Die goldene Barke veröffentlicht 1988 ist nicht das beste Buch von Moorcock, aber das erste – zumindest laut Vorwort.

Tallow ein kleiner Mann mit roten Haaren, Haifischzähnen und eines Tages ohne Nabel aufwachend (Kafka lässt grüßen) sieht auf dem Fluss eine goldene Barke, der er zu folgen beginnt. Sie führt ihn von einer Möglichkeit zu leben zur anderen, aber immer findet Tallow einen Grund auszubrechen und alles um ihn herum zu zerstören.

Er zerstört, tötet und verrät. Er gerät auch in die Stadt Melibone (trifft da aber nicht auf Elric).

Zuletzt kommt er als gebrochener Mann ans Meer und sieht die Barke weiter auf den Horizont zufahren. Er kann ihr nicht mehr folgen, sein Boot gibt das einfach nicht her.

Seltsame Geschichte, seltsam geschrieben. Hat wie gesagt was von Kafka und wenn die Barke für das Leben steht, dann ist die Moral von der Geschichte, dass man sich früh für eine Sache entscheiden und dann bei dieser Sache bleiben soll und um gotteswillen nicht drüber nachdenken, was gewesen wäre wenn und ob man nicht besser dies oder jenes.

Die Sache mit dem Nabel verstehe ich nicht. Klingt wie ein Einfall, den es dann doch nicht gebraucht hat.

Angeblich ist in dem Text schon alles im Kern angelegt, was Moorcock ausmacht, aber davon bin ich nicht überzeugt. Bisher kenne ich von ihm "Behold the Man", ein paar der Cornelius-Bücher und den ersten Elric. Und da steckt noch einiges mehr drin als in der Barke.

Und so gern ich euch einen weisen Spruch des Meisters geben würde, dürft ihr nicht drauf hoffen. Ich hab Moorcock schon vor Monaten einen Brief via seinen Agenten geschickt, aber nichts mehr gehört. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück. ^__^

Was ich so lese