22.10.2007

Die Borribles 1 - die große Rumbel - Jagd

Die Borribles, Bd.1, Auf zur großen Rumbeljagd! Ein Buch von Michael De Larrabeiti.

An den Grenzen des Borrible-Gebietes in London taucht der Rumbel Timbuktu auf (ein rattenähnliches Wesen, groß wie ein 10-jähriger) und versetzt die Borribles in höchste Alarmbereitschaft. Ein Team von 8 jungen Kriegerinnen und Kriegern, die sich einen Namen verdienen wollen (sprichwörtlich, denn Namen und die damit verbundenen Geschichten sind fast das Wichtigste für die Borribles) wird ausgebildet und losgeschickt. Jeder erhält provisorisch den Namen von dem Rumbelanführer, den er ausschalten soll. Ihr Ausbilder schließt sich mit einem Geheimauftrag an und dann auch noch ein deutscher Abenteurer, der sich seinen 4. Namen verdienen will. Kaum sind sie los, treffen sie auf die ersten Schwierigkeiten. Die Wendels (ein Borriblestamm, der vorwiegend in der Kanalisation lebt) erregen ihr Misstrauen und kurz nachdem sie deren Gebiet durchqert haben, werden sie von einem Borrible-Räuber und seinem Sohn gefangen genommen und über Monate zum Klauen gezwungen. Sie schaffen es die beiden zu töten, zu entkommen und auch sein gequältes Pferd Sam zu befreien.

Gemeinsam machen sie sich auf zu den Rumbels und dringen in ihren Bunker ein. Reinkommen und im ersten Überraschungsmoment die gewählten Ziele auszuschalten ist einfach, aber rauszukommen ist schwierig. Der Deutsche stirbt, einige von den anderen werden schwer verletzt, aber Sam, das Pferd vor dem die Rumbels panische Angst haben (Pferde fressen Rumbels), haut sie raus. Leider werden sie wenig später von den Wendels gefangen genommen, die es auf das aus dem Rumbel-Bunker geklaute Geld abgesehen haben. Napoleon, der Wendel, der mit bei der Gruppe ist, befreit sie aber später und stirbt mit einigen anderen bei der Aktion.

Schönes Buch. Am Anfang gewöhnungsbedürftig, weil es weder zu Fantasy noch zu Kinderbuch noch zu sonstwas richtig passt. Vor allem weiß man nicht, wie man die Borribles und Rumbels in der Welt einordnen soll. Anscheinend wissen viele Menschen von diesen Kindern, die irgendwann durch das soziale Netz gerutscht sind und aufgehört haben zu altern. Das einzige, was sie von Kindern unterscheidet sind die spitzen Ohren. Schneidet man diese Ohren ab, werden sie wieder zu normalen Kindern.

Es bleibt bis zum Schluss spannend, vor allem, als die ersten Borribles sterben und man nicht weiß, wer durchkommen wird. Vielleicht nicht ganz rund, aber ungewöhnlich. Und die Gossensprache der Kleinen ist einfach herrlich. Verborribelt nochmal!

Was ich so lese