04.07.2014

Aufgeben und weitermachen

Ich fange mal mit dem positiven Teil an, wie es zu diesem Teil kam, müsst ihr nicht unbedingt lesen.

Ich habe vor einiger Zeit folgende Dokumentation gesehen und fand die Idee ganz nett:


Ganz nett im Sinne von: Ja, Schreibmaschinen sind cool, Schreiben ist cool, aber das wäre nichts für mich. Ich habe höhere Ziele, will Geschichten, die ein wenig mehr Bestand haben, Bücher schreiben, etc. Außerdem: Mit Leuten reden? Wie ekelig! ^__^

Aber nach 5 Jahren Memphisto-Pentalogie hat sich etwas in mein Schreiben zurückgeschlichen, was ich zuletzt während der Schulzeit gemacht habe: Texte über und für Menschen schreiben. Schnell und direkt. Zum Beispiel diese hier über den Roving Typist selbst.

Und deshalb stehe ich euch zur Verfügung, wenn Ihr einen Text oder eine Geschichte möchtet. Für eine kleine Spende, eine Inspiration, ein nettes Gespräch oder eine Überraschung. Sagt mir einfach, was ich für euch schreiben darf und sobald ich genügend Zeit habe und es in meinem Kopf Klick macht, lege ich los.



So und jetzt der negative Teil:

Frustration ist eines der konstituierenden Elemente eines Schriftstellerlebens. Man schreibt und schreibt, aber es gibt eh schon so viel Geschriebenes, dass man schon sehr viel Glück oder Durchhaltevermögen braucht, um überhaupt gelesen zu werden, geschweige denn um etwas dafür "zurückzubekommen". Man bekommt pro 100 Lesern ein Review auf Amazon, verkauft pro 20 Besuchern einer Lesung ein Buch.

Weil das so nicht weitergehen kann hab ich mich neulich mit einem Coach unterhalten, der sich meine Sachen angesehen und gemeint hat, dass sie besser sind als erwartet und dass ich nur mehr Marketing brauche. Also vielleicht eine Agentur für die Texte suchen, die noch nicht über KDP zu haben sind und ansonsten massiv bei Reviewern, Buchseiten, Lesergemeinschaften und Literaturkritikern hausieren gehen.

Ich hab nicht die geringste Lust dazu. Ich habe nicht die geringste Lust auf den Literaturbetrieb. Also lasse ich es bleiben. Zumindest für eine Weile.

Kommentare:

  1. Dazu fallen mir Zuckerguss und Geranien ein. Beides so Sachen, die der Passant/Verbraucher irgendwie erwartet und cool findet: Geranien, die rosa oder rot leuchtend am Balkon stehen (und, wenn sie herunter- und jemandem aufs Gesicht fallen, weniger Schaden anrichten als stachelbewehrte Kakteen), und Zuckerguss, weil das Lebkuchenherz ohne ihn irgendwie kahl aussehen würde. Beides also Sachen, die man nicht missen möchte.

    Ich möchte deine Bücher nicht missen. Und ich bin zu 1000 Prozent sicher, dass es nicht nur mir so geht. Also -- vergiss die Reviewer, Buchseiten, Lesergemeinschaften und Literaturkritiker. Mach einfach weiter. Und sprich darüber. Hier!

    ... sprach der Kerl, der sich weigert, seine Langhaar-Frisur zu kürzen ... (Hugh!)

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    1. Keine Sorge, Du wirst meine Bücher nicht missen müssen. Du findest Sie draußen unter den Eichen und drinnen auf dem selbst Gebackenem.
      Und was darf ich für Dich schreiben?

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Was ich so lese