14.09.2009

Ä die erste

Druckfrisch halte ich die erste Ausgabe der "Ä - Das Magazin der CommClubs Bayern" in der Hand. Mit einer brillanten Kommunikationsanalyse von mir.

In der nächsten Ausgabe gibt es dann einen knallharten Selbstversuch.

Schadet also nichts, sich die "Ä" zu bestellen - kostet ja nix.


An: Gott
Im Himmel
Ganz oben


Betreff: Kommunikationsanalyse #597 (bei Rückfragen angeben)


Sehr geehrter Herr Gott,

wir bedanken uns für Ihr in unser Angebot gesetztes Vertrauen und legen Ihnen hiermit das angeforderte Gutachten in zusammengefasster Form dar. Weitere Details können Sie jederzeit bei uns anfordern.

Analyse: Der untersuchte Abschnitt der recht weitläufigen Unternehmenskommunikation umfasst mehrere Jahrtausende. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass eine kohärent kommunizierte CI fehlt. Besonders eklatant fällt dies bei der Wahl der Pressesprecher auf, bei denen es sich teilweise um gut ausgebildete Kommunikationsspezialisten (Erzengel, Heiliger Geist), teilweise aber auch um nur durch schwerwiegende Sanktionen zu motivierendes Aushilfspersonal handelt (Noah). Spaltungen und Plagiate waren dadurch programmiert.

Verstärkt wird dies durch widersprüchliche Aussagen, aufgrund Beibehaltung veralteter Versionen der Unternehmenskommunikation (z.B. Ex 21,24 und Lev 24,20 vs. Mt 5-7).

Oft hätte ein klärendes Wort gereicht, um Marktanteile zu behalten. Vgl. die Frage nach gesäuertem oder ungesäuertem Brot oder nach der Aufnahmekapazität einer Nadelspitze.

Die Situation konnte auch durch den Relaunch der Marke mit dem neuen Imageträger Jesus von Nazareth auf Dauer nicht wesentlich verbessert werden, obwohl dessen Tendenz Gleichnisse zu verwenden, auf hohe Akzeptanz in der Zielgruppe stieß.

Umso verwunderlicher ist der anhaltende Erfolg, der sich vor allem aus flexibel einsetzbaren Inhalten und deren schierer Menge ergibt. Verbreitet werden diese überwiegend durch Mundpropaganda, da die beiden Image-Broschüren (AT und NT) kaum und wenn, nur selektiv gelesen werden.


Gesamturteil: Ausreichend. Trotz deutlicher Mängel hat die Markenkommunikation genügend Eigendynamik, um zu wirken. Allerdings könnten die vorhandenen Ressourcen besser genutzt werden.

Unsere Empfehlung: Aufgrund des Erfolges der Jesus-Kampagne empfehlen wir eine an die modernen Möglichkeiten angepasste Weiterführung derselben, etwa im Sinne eines Revivals mit erweitertem Repertoire und einem optimistischeren Ausgang. Vor allem wäre dabei auch eine deutlichere Einbeziehung von Frauen und Minderheiten wünschenswert.
Zusätzlich müssen frühzeitig die Verwertungsrechte gesichert werden, durch deren Fehlen Ihnen bisher allein im Fall des Films „The Da Vinci Code“ Anteile von 220 Millionen $ entgangen sind.

Gerne beraten wir Sie bei der Umsetzung.

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