18.06.2009

Tipps für's erste Buch

Mal ehrlich: Ihr wisst doch, wie man ein Buch schreibt. Ihr braucht keine Ratgeberliteratur, keine extra Computerprogramme und keine Diagramme, die euch sagen, wann ihr wie was zu machen habt. Und wie das mit den Verlagen läuft, wisst ihr inzwischen auch.
Und das meine ich noch nicht mal ironisch.
Klar, manches ist durchaus hilfreich, aber ein Bauer, der sich zu lang auf die Aussaht vorbereitet, kommt nie zum Ernten.

Aber es gibt trotzdem ein paar Sachen, die ihr erst wisst, wenn ihr schon ein Buch geschrieben und das auch herausgebracht habt.
Hier meine Liste:

1. Schreibt mindestens ein Kapitel, das ihr auch lesen könnt.
Und ich meine vorlesen, vor einem Publikum. Eines das nichts enthält, was euch peinlich ist, oder woran ihr euch die Zunge verknotet. Ein Kapitel, das neugierig auf das Buch macht und jeden dazu bringt, es kaufen zu wollen.

2. Das gleiche gilt für eine Leseprobe. In der könnt ihr zwar andere Töne anschlagen, aber wenn ihr von vornherein im Hinterkopf behaltet, dass ihr was spannendes, halbwegs abgeschlossenes, das aber nicht zu viel verrät braucht, tut ihr euch später leichter.

3. Das Ende ist wichtig. Behandelt das Ende des Buches so wie den Anfang, denn es gibt immer Leser, die als erstes die letzten Seiten aufschlagen, um herauszufinden, wie die Geschichte ausgeht. Für die einen ist das pure Blasphemie, für die anderen ein zusätzlicher Anreitz, weil sie dann immer darüber nachgrübeln können, wie man von der Stelle im Buch, die sie gerade lesen zu so einem Ende kommt. Schaut euch Fight Club an und ihr wisst, was ich meine.

Was ich so lese