07.01.2009

Klauspeter Peterklaus [Sarkasmus]

Nach meinem Text über schlechte Autorenhomepages, die mir nicht gefallen, hat Klauspeter Peterklaus prompt seine Seite aus dem Netz genommen, um sie zu überarbeiten.

Bis er fertig ist, könnt ihr hier seinen schriftstellerischen Werdegang nachlesen. Oder zumindest eine Zusammenfassung davon.

Klauspeter Peterklaus wurde 1967 in Pforzheim geboren ist Schriftsteller und mag Ikebana, aber das wisst ihr ja schon.

Im zarten Alter von 20 Jahren - zum ersten Mal fort von zu Hause und unsterblich verliebt in eine Kommilitonin - kam er in Kontakt mit ernstzunehmender Literatur. Besagte Kommilitonin schwärmte ihm von der "rohen Kraft der Gedichte von Charles Bukowski" vor, von dem sie behauptete über ein paar Ecken mit ihm verwandt zu sein.

Also besorgte sich Klauspeter ein Notizbuch, eine Lederjacke aus dem Second-Hand-Shop und sicherheitshalber auch eine Pfeife, weil Schriftsteller immer eine Pfeife sind haben.

Aber das brachte ihn seiner Angebeteten nicht näher. Sie brach ihr Studium einem Automechaniker zuiebe ab, der aussah wie Patrick Swayze in "Dirty Dancing". Ja, so war es halt damals, 1987.

Klauspeter hängte Lederjacke und Schreibfeder desillusioniert an den Nagel, um sich seiner Karriere als Finanzbeamter zu widmen.

Zum Schreiben kam er danach erst wieder über das Rollenspiel, wo man ihm immer die Rolle des Spielleiters aufs schwarze Auge drückte.

Irgendwann wurde ihm das aber zu blöd. Als seine aktuelle Heldengruppe (alle kaum halb so alt wie er) im obersten Raum des Himmelsturms in der "Phileasson-Saga" den Gong schlug, (das machen sie alle... *seufz*) ließ er sie mit einem hämischen Grinsen gefangen nehmen und zu Tode foltern.

Die nach dem Auseinanderbrechen seiner Spielgruppe unausweichliche Krise brachte ihn dazu, seine Gefühle in Gedichten zu verarbeiten. (Ein Notizbuch hatte er ja noch.)
"Die Ode an meine verstaubten W20" wurde auch prompt im "Deutschen Jahrbuch des deutschen Gedichts in deutscher Sprache" (60 € plus Versand, für Autoren 5 € Rabatt) aufgenommen.

Von diesem Erfolg bestätigt, beschloss er diesem Tolkien zu zeigen was eine Harke ist und einen Roman hinzulegen, der den Untergang von Mordor aussehen lässt wie einen Unfall beim Einparken.

Seine neuen Freunde waren begeistert von der Idee und überschütteten die sporadischen Leseproben, die er ihnen gab, mit überschwenglichem Lob. Sie konnten überhaupt nicht verstehen, dass Hollywood nicht sofort nach den Filmrechten schnappte und auch die großen Verlage nur Absagebriefe schrieben. Die Zeit war halt einfach noch nicht reif für die Geschichte von Frudu, der mit einer Zeitmaschine die Teile eines magischen Schwerts zusammensuchen muss, um die Welt zu retten und dabei feststellt, dass der böse Herrscher sein Vater ist...

Was ich so lese