01.11.2008

Legend [Review]

von David Gemmell

Ich weiß nicht genau, warum, aber das ist eines der besten Fantasy-Bücher, das ich kenne. Es ist nicht perfekt, aber es ist genau mein Stil. Es schwingt viel Erfahrung und Realismus darin mit, ohne den Zauber zu verlieren der Fantasy ausmacht. Alles hat eine Doppelgestalt, wie Druss. Er ist eine Legende, ein gottgleiches Wesen, das selbst dem Tod ein Schnippchen schlägt und doch ist er auch nur ein alter Mann, der Bauer geblieben wäre, wenn das Leben ein wenig anders verlaufen wäre.
Außerdem sind die ‘bösen’ Nadir nicht einfach nur grundlos böse. Die Motivationen Ulrics und seiner Männer sind einleuchtend und man weiß deswegen auch nicht, ob die Verteidiger aushalten werden, oder nicht. Wie die Dreißig sagen:

„Es gibt eine Vergangenheit aber viele Möglichkeiten der Zukunft.“
Im Folgenden eine grobe Zusammenfassung der Handlung. Mehr als Erinnerung für die gedacht, die das Buch schon kennen, als zum schmackhaft machen für die, die es lesen sollen. Denn Legend ist eines der Bücher, die man gelesen haben muss.

Inhalt (Achtung! Massive Spoiler!)

Der Stern des Drenai-Imperiums sinkt. Das Heer ist zugunsten eines Vertragssystems auf ein Minimum zusammengeschrumpft und der letzte der alten Helden - Druss, Captain of the axe, sechzigjährig, hat sich in die Berge zurückgezogen, um seinem ärgsten Feinden ins Gesicht zu blicken: dem Tod, der unerbittlichen Zeit und der Angst davor senil zu werden.
Im Norden steigt dafür der Stern des Nadir-Kriegsherren Ulric, der die verfehdeten Stämme unter seinem Wolfskopfbanner geeint hat und König nach Königreich unterwirft. Einzig die Festung Dros Delnoch, die den Pass zum Süden abriegelt, steht zwischen ihm und der Weltherrschaft. Es stehen 500000 kampfeslustige Stammeskrieger gegen 10000 demoralisierte Söldner in der Festung…
Earl Delnar sendet seine Tochter Virae aus, um die letzten Hoffnungsträger für die verdammte Festung zu holen: Druss und die Dreißig. Während sich Druss auf den Weg zu Dros Delnoch macht, reist sie weiter zum Kloster der Dreißg. Von Räubern überfallen wird sie von Regnak, dem Wanderer gerettet, der auf dem Weg in den Süden ist, um nicht in die Kämpfe um das Reich verwickelt zu werden. Die beiden verlieben sich ineinander und machen sich mit den Dreißig auf dem Weg zum Dros. Dort hat Druss inzwischen begonnen die Bauern und Bürger, die in der Festung dienen, auszubilden. Aber wird das reichen? Können sie Ulric und seine halbe Million lange genug aufhalten, bis Verstärkungstruppen ausgebildet werden können? Es scheint unmöglich und gerade deswegen will es Druss wagen. Er will mit Snaga, seiner Axt in Händen sterben. Auch die Dreißig wissen, dass sie auf den sechs Mauern von Dros Delnoch der Tod erwartet. Mit ihrer Hilfe gelingt es einen Anschlag auf die Gesundheit der Verteidiger zu verhindern, als ein Brunnen vergiftet wurde und auch Druss entgeht einem Anschlag auf sein Leben. Dann, als Rek, Virae und die Dreißig in Dros Delnoch angekommen sind, beginnt die Schlacht. Mauer um Mauer muss aufgegeben werden und den Angreifern wird ein blutiger Preis dafür abverlangt. Tag für Tag steht der alte Druss mit den anderen Männern auf der Mauer und kämpft. Doch die Lage wird immer aussichtsloser. Virae stirbt und auch Druss wird durch ein vergiftetes Schwert tödlich getroffen. Doch er stirbt nicht. Der Tod erlaubt es nicht. Er will dass Druss vor ihm in die Knie geht.
Dann wendet sich erneut das Blatt. Unter der Festung findet Rek die Rüstung und das Schwert Egels, des ersten Earl von Dros Delnoch. Doch immer weiter werden sie zurückgedrängt und Druss stirbt, nachdem er sich mit unmenschlichem Willen ein letztes Mal auf das Schlachtfeld geschleppt hat. Rek und die letzten seiner Anführer und Freunde gehen hinunter in das Lager der Nadir um an der feierlichen Verbrennung des Leichnams von Druss, der Legende teilzunehmen und niemand wagt es eine Waffe gegen sie zu erheben.
Am nächsten Tag gehen die Kämpfe weiter und nur durch das unerwartete Eingreifen von Joachim Sathuli und 1000 seiner Männer kann Dros Delnoch gehalten werden. Joachim verdankt Rek sein Leben, weil er ihn in einem Zweikampf schonte und kämpft dafür einen Tag lang mit seinem Stamm an dessen Seite.
Doch Rek erhält auch von anderer Seite unerwartet Hilfe. Am letzten Tag der Schlacht kehren die Geister von Druss und den erschlagenen Dreißig zurück. Doch auch das hätte nichts ausrichten können, währe Ulric nicht in den Norden zurückgerufen worden, wo ein Bürgerkrieg ausgebrochen war. In der letzten Sekunde blasen die Nadir zum Rückzug, nur wenige Schritte vom Sieg entfernt.
Und noch ein letztes trifft Rek, der durch die Heirat mit Virae zum neuen Earl von Dros Delnoch geworden war, unerwartet. Auf Anweisung eines der Dreißig steigt er noch einmal hinunter in die Kammer Egels und findet dort Virae - unversehrt und am Leben.

Was ich so lese