10.10.2008

Einjahresprojekte

Ich habe es ja schon mal gesagt: Alles was ein Mensch manchmal braucht ist eine Fackel und eine Burg zum stürmen.
(Das ist jetzt das letzte Mal, dass ich diesen Spruch anbringe, versprochen.)

Ich bin auf zwei weitere Menschen gestoßen, die die Fackel in die Hand genommen haben, um mit ihren Erfahrungen die Menschen zu erleuchten oder wie Diogenes von Sinope überhaupt erst nach einem Menschen zu suchen.

Cathal Morrow. Ich habe keine Ahnung, wie man zu so einem Vornamen kommt, aber wenn man ihn erst einmal hat, bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als Philosoph zu werden. Oder zumindest Kant zu mögen. Ja, Immanuel Kant, der Kerl, der schlaue Gedanken über die Vernunft zu Papier gebracht hat und der jetzt Cathal Morrow dazu veranlasst hat zu versuchen ein Jahr lang nicht zu lügen. A. J. Jacobs, der versucht hat, ein Jahr lang nach so vielen Regeln der Bibel wie möglich zu leben wird darüber wahrscheinlich nur lachen können, aber der Fokus auf Kant und seine Philosophie verleihen dem Ganzen einen ganz eigenen Reiz. Aus dem Projekt soll ein Buch werden. Die Einleitung kann man schon mal lesen, ansonsten hat Cathal aber noch nicht so viel online gestellt. Alex von Neatorama hat mir geschrieben, dass er es für einen Hoax hält. Na mal sehen, die Zeit wird es zeigen.

Mehr zu sehen und zu lesen gibt es auf "Living the map" von Daniel Seddiqui. Sein Ziel ist es in 50 Wochen 50 US-Amerikanische Staaten abzuarbeiten. Jeweils mit einem Job, der typisch für diesen Staat ist. Angefangen als Angestellter bei den Mormonen in Utah bis... naja, er hat noch 45 Wochen vor sich.
Im Unterschied zu Sean Aiken hat er seine Tour vorher zumindest teilweise geplant, um an die Jobs zu kommen, die er für repräsentativ hält und er will nicht nur die Jobs, sondern auch die unterschiedlichen Mentalitäten in den Staaten der USA kennen lernen und - natürlich - ein Buch darüber schreiben.

Und dann gibt es da noch Ed Dobson, der ein Jahr lang wie Jesus lebte.

Christoph Rehage
hingegen wollte von Bejing nach Berlin gehen.

Was ich so lese