26.10.2008

Das Dungeon 1. Roman: Der schwarze Turm [Review]

Roman von Richard A. Lupoff

Die Story: Major Clive Folliot macht sich 1868 auf nach Afrika, um seinen älteren Zwillingsbruder zu finden, der bei einer Expedition zu den Quellen des Nils verschwunden ist. Er trifft bei der Überfahrt nach Afrika auf drei Gauner: Philo B. Goode, Lorena & Amos Ransome, ein Geschwisterpaar, sowie auf den Quartiermeister Sergeant Horace Hamilton, der ihn in Gestalt eines Chinesen davor bewahrt, all sein Geld an die Gauner zu verlieren.

In Afrika versinkt das Schiff während der Überfahrt von Sansibar zum Festland (Bago-moyo) in einem seltsamen Sturm während dem sich eine Sternenspirale am Himmel zeigt. Clive trifft auf den Priester O’Hara, der ihm nach dem Überfall einer Spinne pflegt, aber etwas zu verbergen scheint und auf Sidi Bombay einen noch viel seltsameren Zeitgenossen.

Clive, Hamilton und Sidi stürzen im Sudd, einem Sumpf durch einen Kristallblock mit Rubinherz. Sie landen im Dungeon von Q’oorna, einer gänzlich schwarzen Welt ohne Sonne, nur erhellt von der Sternspirale bzw. der fernen Galaxie.

Sie treffen auf Finnbogg, einem Bulldoggenmensch und Benutzerin Annie, einer Nachfahrin von Clive und dessen Freundin, von der Erde des Jahres 1999 und verlieren Sidi beim Kampf gegen ein tentakelbewehrtes Monster.

Nachdem sie die Gauner Goode & Co. aus einem Flugzeug heraus verfolgen, das abgestürzt war, landen sie in einer neuen Welt und treffen auf Shriek, ein weibliches Spinnenwesen, dass eine mentale Verbindung unter ihnen herstellt. Durch einen Raum mit vielen Tunneln gelangen sie in eine Welt in der ein Regiment japanischer Soldaten des Jahres 1943 seit 20 Jahren festsitzt. Sie verlieren Annie, die mit einem Flugzeug verschwindet.

Sie erfahren vom Schloss und der Krone. Nach einem Zwischenstopp in einem Dorf, dass auch Pater O’Hara von Zeit zu Zeit besucht, gelangt Clive zu dem Herrn des Schlosses N’wrbb Crrdf und seiner Gattin /Sklavin Nrrc’kth, weißhäutigen Geschöpfen mit grünen Augen. Als Nrrc’kth mit Clive anzubandeln versucht, wird sie mit ihm zusammen in ein Verließ gesteckt. Clive wird zum Anführer der dortigen Gefangenen (u.a. Chang Guafe und Thomas, einem Seemann von der Nina des Columbus von 1492) und Annie, Finnbogg, Shriek und Horace tauchen durch eine aufgelöste Wand wieder auf. Sie verjagen N’wrbb Crrd’f.

Clive wird mit der unsichtbaren Krone gekrönt. Als er die Tür öffnet hinter der er seinen Bruder vermutet, endet das Buch mit einer auf ihn gerichteten Pistole. Zwischendurch nimmt sein Bruder immer wieder kryptisch durch ein Tagebuch mit ihm Kontakt auf.

Hmmm… das Buch gefällt mir (sieht man, oder?) obwohl es nicht besonders gut geschrieben ist. Logische Brüche zu Hauf und völlg fehlende Motivationen der Charaktere. Auch recht konfus, wie man der Zusammenfassung entnehmen kann. Aber alles sehr gebildet und kultig. Die Dungeon-Serie mit insgesamt sechs Bänden entstand - geschrieben jeweils von einem anderen Autor - unter der Regie von Farmer, dessen Einfluss man auch deutlich merkt. Wer Riverworld kennt, wird sich hier sehr heimisch fühlen. Wieder dreht sich alles um eine gigantische, sowohl faszinierende als auch bedrohliche Welt, deren Sinn nicht zu erkennen ist und die Wesen unterschiedlichster Zeiten (und hier auch Welten) zusammenbringt.

Was ich so lese