18.08.2008

Ein paar Gedanken zu Mynona [Mysteriöser Brief]

Dass "Mynona" ein Pseudonym Salomo Friedländers war, wissen wir ja schon. Jetzt ist im dritten Brief auch Walter Benjamin zu Wort gekommen, den man vor allem wegen "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" kennen dürfte - wenn man ihn kennt. Er war ebenfalls Jude ( gehörte der Geheimgesellschaft Acéphale an) und starb unter nicht geklärten Umständen auf der Flucht vor den Nazis.
Ich weiß nicht, ob César Vallejo irgendwie wichtig ist, oder nur zufällig auf der Rückseite des Benjamin-Textes steht.

Vielleicht hat auch Benjamin weiter nichts zu bedeuten und die ausgerissenen Seiten sind nichts weiter als exzentrische Verpackung für die gelochten Karten.
Aber wenn diese Buchseiten mehr sind als Verpackung lohnt es sich auch noch die zweite Seite aus dem dritten Brief unter die Lupe zu nehmen.
Da finden wir Alfred Andersch, auch er ein von den Nazis Verfolgter.

Ihn und sein Gedicht artikel 3(3), in dem er die Bundesrepublik und ihre Presse anprangert, die seiner Ansicht nach wieder auf dem besten Weg zurück in eine Diktatur sind, in der wieder gefoltert und in KZ' getötet wird.
Das Gedicht hat einen Skandal ausgelöst.

So weit so mysteriös. Tappe ich da schon im Dunkeln, ob und wie das in einen Zusammenhang zu bringen ist (das eingekreiste "Schnitzeljagd" wäre ein Hinweis), wird es bei den gelochten Karten völlig duster.
Karte 1 ist auf einer Seite mit einer zerrissenen und zerknüllten Buchseite verziert,
Karte 2 zeigt auf beiden Seiten einen farbigen Rahmen,
Karte 3 auf beiden Seiten ein "M" oder "W" und
Karte 4 erhabene, bzw. eingedrückte Ornamente und auf beiden Seiten eine "Alice im Wunderland"-Illustration, bzw. zwei Illus nebeneinander.

Und jetzt kann sich jeder selbst darüber Gedanken machen ob mehr dahinter steckt und wenn ja, was. Ich halte jedenfalls meine Augen nach neuen Briefen und meinen Verstand nach neuen Verbindungen und Einsichten offen, auch wenn die bisher recht spärlich waren.

Was ich so lese