20.04.2009

Bis später, Max [Review]

Wenn ich die entsprechenden Szenen im Film "Bis später, Max" mitzähle, dann komme ich dieses Wochenende je nach Definition auf 4 - 12 Mal Sex.
Schon allein die Zahlen zeigen, dass es da fließende Übergänge gibt und nicht immer so ganz klar ist, was nun eigentlich Sache ist.

Womit wir auch schon mit den einleitenden Zeilen aufhören und uns zur Besprechung des Filmes begeben können. "Bis später, Max" hat es nicht eilig, was auch nicht schlimm ist, denn der Film hat kein bestimmtes Ziel. Und deswegen bedient er sich auch eines stilistischen Mittels, zeigt zu Beginn und am Ende einen fahrenden Zug, damit man auch wirklich mitbekommt, dass der Film vorbei ist.
Ein Pärchen, das einige Reihe vor mir gesessen hat, wollte das allerdings nicht abwahrten und ist nach ein paar Minuten gegangen.
Mit wär es lieber gewesen, wenn sie das schimpfend getan hätten, denn so kann ich leider nicht sagen, was ihnen an dem Film nicht gepasst hat.
Gut, ein Streifen, der in den USA spielt und in dem alle mit österreichischem Akzent sprechen ist nicht jedermanns Sache und die sexuellen Vorlieben von alternden Sonderlingen mag sich auch nicht jeder ansehen, aber ansonsten könnte ich nicht sagen, was an dem Film schlecht gewesen sein sollte. Da kenne ich mindestens zwei Spiderman-Teile, die schlechter waren.

Um was geht es in dem Film eigentlich? Um den alternden Schriftsteller Max Kohn, der es zwar nicht mehr so mit seinem Gedächtnis, aber dafür mit den Frauen hat, bzw. die Frauen mit ihm. Er ist nicht besonders schön, nicht besonders elegant oder offensichtlich reich, aber er hat ein paar alte Liebschaften und gewinnt neue hinzu.
Und er schreibt darüber. In den drei Kurzgeschichten, die dargestellt werden ist er selbst (unter anderem Namen) der Protagonist, und wahrscheinlich weil ich das zugehörige Buch "Späte Liebe" von Singer noch nicht gelesen habe, vermengen sich in meinem Kopf die Geschichten und Personen. Wenn das Absicht war, dann Hut ab, gut hinbekommen, aber ich bin mir da nicht so sicher.
Zwei Frauen bringen sich um, eine fährt in die Wildnis, um dort in einem Zelt zu leben, mit einer hat Max Sex und mit einer anderen streitet er sich rum.
Ich glaube die schönste Szene ist die, in der er sich im falschen Hotelzimmer ohne Geld oder seine Unterlagen für den Vortrag am nächsten Tag hinsetzt, um eine Kurzgeschichte zu schreiben.
Da hab ich ihm abgekauft, dass er Schriftsteller ist.

Demnächst dann noch eine Rezension zu "Späte Liebe", denn zumindest hat mich der Film neugierig auf das Buch gemacht.



P.S.: Dank an's Literaturcafe für das Twitter-Gewinnspiel.

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