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05.11.2008

Elric von Melniboné [Review]

Roman von Michael Moorcock

Erster Band des Elric-Zyklus

Elric der Albino ist der Herrscher von Melniboné. Sein Körper muss von Drogen unterstützt werden, was von vielen Untertanen als Schwäche ausgelegt wird. Aber dafür hat Elric alle Bücher der Bibliothek gelesen und ist vielleicht der mächtigste Zauberer der Insel. Er weigert sich sein Königtum in so rücksichtsloser Weise wie seine Vorgänger auszuüben. Deswegen versucht Prinz Yyrkoon, sein Cousin beständig an seinem Thron zu sägen. Er geht immer weiter, ohne dass ihn Elric dafür bestrafen würde. Yyrkoon will König werden und Cymoril (seine Schwester und die Geliebte Elrics) heiraten.
Als Melniboné von Barbaren aus dem Süden angegriffen wird, schwächt sich Elric in den Kämpfen so sehr, dass ihn Yyrkoon von Bord des Flaggschiffes werfen kann. Elric ruft nach dem Meereskönig Straasha, der ihn rettet und zurück nach Melniboné bringt. Dort lässt er Yyrkoon und dessen Verbündeten festsetzen, um sie am nächsten Tag hinrichten zu lassen. Doch Yyrkoon gelingt die Flucht von der Insel Melniboné. Er nimmt Cymoril mit sich. Elric schickt alle Schiffe und Drachen auf die Suche nach ihr, aber ohne Erfolg. Schließlich schließt er einen Bund mit dem Schutzdämon seiner Ahnen: Arioch. Er verpflichtet sich dazu ihm zu dienen, wenn er dafür Cymoril wiedergewinnt und sich an Yyrkoon rächen kann.
Von Straasha erhält er das Schiff-das-Über-Land-und-Meer-Fährt, womit er in den Süden aufbricht, wo Yyrkoon über zwei Länder herrscht, deren gemeinsame Hauptstadt durch einen Spiegel geschützt wird, der die Erinnerungen derer stiehlt, die in ihn hineinblicken.
In dieser Stadt (Dhoz-Kam) kommt es zum Kampf zwischen Elrics Truppen und denen von Yyrkoon. Elric hat extra eine Einheit von blinden Soldaten mit sich genommen, um auf den Spiegel vorbereitet zu sein. Dennoch sterben die meisten, als Yyrkoon den Spiegel zerstören lässt und alle Erinnerungen einen neuen Platz suchen, an dem sie bleiben können.
Yyrkoon selbst legt einen Zauberschlaf auf Cymoril und flieht in eine Schattenwelt. Auf Anraten Ariochs folgt ihm Elric ihm und trifft auf einen Gefährten: Rackhir, den roten Kämpferpriester aus Phum, der sich von den Chaosherren losgesagt hat und deswegen in das Schattenreich verbannt wurde. Sie gelangen bis zur pulsierenden Höhle unter dem Sumpf, wo sich die beiden Runenschwerter Sturmbringer und Trauerklinge befinden. Yyrkoon ist schon dort und es kommt zum Kampf zwischen Elric und Yyrkoon. Elric gelingt es sowohl seinen Cousin, als auch den Eigenwillen des Schwertes Sturmbringer zu überwinden. Er weigert sich Yyrkoon zu töten und so ein Spielball der Götter zu sein. Sie kehren nach Melniboné zurück, Yyrkoon weckt Cymoril und alle könnten glücklich sein, wenn nicht Elric ahnt, dass sich Melniboné ändern muss um auch in Zukunft überleben zu können. So beginnt er durch die ‚Jungen Königreiche’ zu ziehen um zu lernen, wie man Melniboné retten kann.

11.01.2008

Die goldene Barke

Ein Romanchen von Michael Moorcock

Die goldene Barke veröffentlicht 1988 ist nicht das beste Buch von Moorcock, aber das erste – zumindest laut Vorwort.

Tallow ein kleiner Mann mit roten Haaren, Haifischzähnen und eines Tages ohne Nabel aufwachend (Kafka lässt grüßen) sieht auf dem Fluss eine goldene Barke, der er zu folgen beginnt. Sie führt ihn von einer Möglichkeit zu leben zur anderen, aber immer findet Tallow einen Grund auszubrechen und alles um ihn herum zu zerstören.

Er zerstört, tötet und verrät. Er gerät auch in die Stadt Melibone (trifft da aber nicht auf Elric).

Zuletzt kommt er als gebrochener Mann ans Meer und sieht die Barke weiter auf den Horizont zufahren. Er kann ihr nicht mehr folgen, sein Boot gibt das einfach nicht her.

Seltsame Geschichte, seltsam geschrieben. Hat wie gesagt was von Kafka und wenn die Barke für das Leben steht, dann ist die Moral von der Geschichte, dass man sich früh für eine Sache entscheiden und dann bei dieser Sache bleiben soll und um gotteswillen nicht drüber nachdenken, was gewesen wäre wenn und ob man nicht besser dies oder jenes.

Die Sache mit dem Nabel verstehe ich nicht. Klingt wie ein Einfall, den es dann doch nicht gebraucht hat.

Angeblich ist in dem Text schon alles im Kern angelegt, was Moorcock ausmacht, aber davon bin ich nicht überzeugt. Bisher kenne ich von ihm "Behold the Man", ein paar der Cornelius-Bücher und den ersten Elric. Und da steckt noch einiges mehr drin als in der Barke.

Und so gern ich euch einen weisen Spruch des Meisters geben würde, dürft ihr nicht drauf hoffen. Ich hab Moorcock schon vor Monaten einen Brief via seinen Agenten geschickt, aber nichts mehr gehört. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück. ^__^

Was ich so lese